Die jüngere Geschichte, Begegnungen, Ideen und Erfahrungen finden Sie in unserem Blog.

Büdchen, Kioske oder Spätkauf – Gedanken zum Service

ich kaufe gerne in Büdchen, so heißen diese kleinen Geschäfte bei uns in Düsseldorf. Zigaretten, manchmal Süßigkeiten oder auch bereits gekühlte Wasserflaschen kurz vor einer Besprechung im Büro. Manchmal nutze ich auch Serviceangebote wie den Versand von Pakten, der hier zunehmend über Büdchen erledigt wird. Meistens nehme ich dann das eine oder andere kleine Produkt gleich mit.
Und gestern Abend fragte ich mich, warum haben diese kleinen Läden eigentlich noch eine Existenzberechtigung? Der Wettbewerbsdruck ist hier in der Gegend riesig. So gibt es hier gleich drei Supermärkte, die die Ladenöffnungszeiten voll ausschöpfen. (Mo – Fr bis 24:00 Uhr und Sa bis 22:00 Uhr) und die gleichen Produkte wesentlich günstiger anbieten. Hinzu kommen einige innerstädtische Tankstellen als Wettbewerb. Die Antwort auf meine Frage lautet: Service, Service und nochmal Service.

  • Getränke sind bereits gekühlt
  • Kleine Ladenlokale erlauben eine räumliche Nähe zum Kunden
  • Serviceangebote wie Paketversand oder Abholung ermöglichen ein Mitnahmegeschäft. Das kennen wir von Ikea.
  • kurze Verweildauer im Laden ermöglichen auch mal ein Parken in der zweiten Reihe
  • kein Schlange stehen, wie im Supermarkt

Interessant finde ich, daß einige Büdchen den Servicegedanken auch online weiterführen. So fallen mir zunehmend kleine E-Commerce-Sites wie diese auf: http://markthalle1.jimdo.com/ Hier haben sich drei Büdchen unter der Federführung von Haris Pandza zusammengeschlossen und bieten einen Bestell- und Lieferservice im nördlichen Düsseldorf an. Selbstverständlich haben auch die Plattformen wie www.lieferando.de oder www.lieferheld.de, die aus dem Markt der Essenslieferung kommen, den Markt erkannt und Ihr Lieferangebot um Ware aus den Büdchen erweitert.

Mich faszinieren diese kleinen dynamischen Strukturen und vielleicht inspirieren diese Gedanken auch den einen oder anderen Händler zu weiteren Serviceangeboten für seine Kunden. Unsere Angebote zu Thema: Serviceerweiterung für mittelständische Unternehmen finden Sie unter Leistungen. Wir freuen uns über weitere Kontakte zu interessanten Branchen. [do]

E-Commerce mittelständische Unternehmen Service

Showrooming: im Laden ansehen und online kaufen

Viele Einzelhändler sehen darin eine Unsitte. Doch die Zahlen, die heute in Lead-Digital veröffentlicht wurden, machen klar, dass man den Trend nutzen muss – er lässt sich nicht wegdiskutieren. Potentielle Kunden deswegen zu verurteilen macht ebenfalls keinen Sinn. Im Beitrag http://www.lead-digital.de/aktuell/e_commerce/showrooming_junge_kennen_keine_skrupel, steht: „Ein Viertel der jüngeren Erwachsenen (Altersgruppe 18 bis 34 Jahre) bekennt sich dazu, . . . direkt nach dem Testen . . . das Produkt dann via Smartphone online bestellt zu haben.“ Der Behauptung zugrunde liegt eine Analyse, welchen Weg 275000 Online-Käufer von Modeartikeln zu ihrem Produkt eingeschlagen haben (Customers Journey). Einer Umfrage zufolge soll das „ . . . meist (zu 67 Prozent) ohne schlechtes Gewissen“ geschehen. In anderen Käufergruppen sei die Scham größer, doch ändere sie nichts am Kaufverhalten.

Auch wir glauben, dass es wenig Sinn macht, das Verhalten von potentiellen Kunden zu kritisieren oder gar zu stigmatisieren. Nicht viel besser erscheint es mir allerdings, die Hilflosigkeit in dieser Frage mit abstrakten Anglizismen zu beantworten: „… direkt vor Ort mit Push-Nachrichten ansprechen oder im Nachgang beispielsweise über Retargeting oder Mailing-Aktionen für sich gewinnen.“ Push-Nachrichten benötigen die Zustimmung des Empfängers, wie Retargeting in der analogen Welt funktionieren soll ist mir nicht klar, für Mailing-Aktionen benötigt der Händler ebenfalls eine Zustimmung und die Adressdaten des potentiellen Kunden. Wir hingegen bieten dem stationären Handel E-Commerce Lösungen, die streng nach den Bedürfnissen des jeweiligen Marktes entwickelt wurden. Sie stellen dann eine kostengünstige Ergänzung zu den übrigen, möglichst gut gepflegten Distributionswegen der Händler dar und sind leicht zu etablieren. 300 mittelständische Unternehmen machen davon bereits Gebrauch.

Konstruktive Lösungen in dieser Frage finde ich außerdem in Konzepten wie Emmas Enkel, http://www.emmas-enkel.de. Daran beteiligt sich – wie gestern veröffentlicht wurde – die Metro mit 15 Prozent, was meine Einschätzung bestätigt. Das Portal sagt in „Über uns: Tante Emma im Internet, ein iPad in Tante Emmas Guter Stube, ein Onlinesupermarkt oder das freundliche Gesicht hinter der Ladentheke“ Ähnliche Lösungen finden sich auch im sogenannten „Virtual Shelf“ bei ElectronicPartner, das in diesem Video recht gut erklärt wird. www.youtube.com/watch?v=wvQVoTsOONA [do]

Showrooming

Hof Schinkelstr Weihnachten

Verbindungen in der Vorweihnachtszeit

Auch wenn wir geschäftlich nicht in vorweihnachtliche Hektik verfallen müssen: Besinnlichkeit kommt selten auf in den Geschäftsräumen der conpor. Auch der Kranz aus Tannenzweigen und die Rentiere können und wollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier die ganz normale Gründungshektik herrscht. Was uns beschäftigt sind Faxe zum Finanzamt und der Steuerberater und die Betriebsnummer auf meiner Seite, Strukturen und Pläne für das neue Portal auf der Seite von Dirk.

Ein Werbegeschenk und das schöne gestrige Wetter haben ihn dennoch inspiriert. Er hat die Kette aus kleinen LED-Lichtern ausgepackt und den längst ausgeheckten Plan, eine Verbindung zu schaffen zu dem Balkon auf der anderen Seite unseres idyllischen Hinterhofs an der Schinkelstraße in Düsseldorf. Flügel und Winkler, die Agentur für Marken und Zeichen hat dort ihren Sitz und freundliche Worte über den Hof sind an der Tagesordnung.

Anfangs haben wir es allein probiert, aber den Abgrund wie ihn unser Hof aus der Perspektive des zweiten beziehungsweise dritten Stocks darstellt, nicht überwinden können. Mit vereinten Kräften ging es dann. Wir haben das Ende der Lichterkette samt Verlängerungsdraht in den Hof geworfen, Christian Mosen vom Flügel und Winkler-Balkon ein beschwertes Flatterband herunter gelassen, an dem ich das Ende des Drahtes befestigte. Der Rest war ein Klacks und nun freuen wir uns über die kleinen vorweihnachtlichen Sternchen, die über unserem Hof schweben. Lichtblicke in der Dämmerung und im Dunkeln. [sb]

conpor

conpor Blog, Dirk Uhlenbrock

Brennen für Papier

Uns mal wieder frischen Wind um die Nase wehen lassen – das bezweckten wir mit unserem Besuch in der Hochschule Niederrhein in Krefeld. Spontan rafften wir uns um halb sechs auf, fuhren die PC runter und düsten los. „Spaß mit Buchstaben: Von der Freude am Thema Schrift und der Lust zum Gestalten“ heißt der erste Vortrag der Reihe „Less Walking more Talking“, in der Professorin Nora Grummert-Hauser den Studenten Einblick in die Arbeit und Arbeitsweisen von Grafikern ermöglichen wollte. Zuständig für Typografie und Editorial-Design hatte sie uns als alte Bekannte von Dirk bei dem Entwurf des conpor-Schriftzugs unterstützt.

Dirk Uhlenbrock berichtete ungeschminkt von den Höhen und Tiefen seiner Karriere als Grafik-Designer. Er begeistert sich vor allem für Print, seine Projekte setzt er in Erste Liga www.ersteliga.de und Letterjazz Printstudios www.letterjazz.com um. Mit vielen sehr gut fotografierten Beispielen aus seiner Arbeit übertrug sich diese Begeisterung mühelos auf seine Zuhörer. Auch Dirk und ich, die wir beruflich vor allem mit der digital induzierten Oberfläche von Monitoren zu tun haben, konnten spüren, wie angenehm es sein muss, eines von Uhlenbrocks Objekten in der Hand zu haben, über die bewusst gewählte Oberfläche des Kartons oder Papiers zu streichen und den Vertiefungen nachzufühlen, mit denen er sie versieht. Optisch verzichtet er auf Hochglanz und nutzt stattdessen bevorzugt Retro. Mich beeindruckten besonders Exemplare, die aus den 20er Jahren inspiriert waren, mit feinen geschwungenen Linien, bei Dirk war es eher das Corporate Design für eine Schmuck-Designerin. Tröstlich bei aller Differenz: Beide Designs bestachen durch Eleganz. Die gute Basis für die Zusammenarbeit wurde mal wieder bestätigt.

Fast bedauerten wir es, dass Uhlenbrocks Entwürfe nicht zu unserem beruflichen Umfeld passen. Wichtig war, die Begeisterung zu spüren: Uhlenbrock brannte für seine Projekte, sie machen ihm Spaß. [sb]

Brennen für Papier conpor Design Grafik

Dirk Opdenplatz und Tochter - conpor

Was bedeutet conpor?

Die nachfolgende Generation frühzeitig einzubeziehen war der Gedanke von Dirk Opdenplatz, als er seine Tochter fragte: „Sag mal Charlotte, hast Du eine Idee, wie mein neues Unternehmen heißen soll?“ „Was machst du denn in diesem Unternehmen?“ „In erster Linie werden wir neue Portale bauen und dann noch ein wenig Beratung.“ So entstand aus den Wörtern „Consulting“ und „Portale“ „conpor“. Spanisch sprechende Menschen lesen vielleicht „mit“ und „für“ in diesem Namen. Das passt sehr gut zu unserer Firmenphilosophie. [sb]

Bedeutung conpor Geschichte